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Was vor einigen Jahren noch belächelt wurde, ist in der heutigen Zeit durchaus möglich: Notebooks sind in der Lage auch grafisch hochwertige Spiele wie Skyrim oder GTA V flüssig darzustellen. Doch sollte man deshalb gleich auf ein Notebook umsteigen und auf den klassischen Tower verzichten? Immerhin ist man mit dem Laptop mobiler, kann ihn auch locker mal zu Freunden mitnehmen und dort ein wenig Zocken. Wie erklären euch die Vor- und Nachteile von Notebooks und zeigen euch, worauf ihr beim Kauf unbedingt achten solltet.

Das beste Notebooks für Gamer: Der große Vergleich!

 

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HIGH END
Modell Asus ROG G752VY-GC088TAsus Zenbook UX501VW-FY062TOMEN by HP (15-ax007ng)Medion X7841 ErazerMSI GE62-6QD161
HertstellerAsusAsusHPMedionMSI
Zoll17.315.615.617.315.6
ProzessorIntel Core i7-6700HQ,Intel Core i7-6700HQIntel Core i7-6700HQIntel Core i5-6300HQIntel Core i7 -6700HQ
GraifkarteNvidia GTX 980MNvidia GeForce GTX 960MNVIDIA GeForce GTX 965MNVidia GeForce GTX 970MNVIDIA Geforce GTX 960M
Festplatte512GB SSD, 1TB HDD256GB SSD128 GB SSD, 2 TB HDD128GB SSD, 1TB HDD1 TB HDD
Arbeitsspeicher16 GB DDR416 GB DDR316 GB DDR38 GB DDR316 GB DDR4
Details Preis prüfenDetails Preis prüfenDetails Preis prüfenDetails Preis prüfenDetails Preis prüfen

 

Das kann das Notebook, das kann es nicht

Der auf den ersten Blick natürlich größte Vorteil liegt in der Mobilität. Dies gilt nicht nur für eine Lan-Party oder für den Besuch bei Freunden, sondern auch in der eigenen Wohnung. Eine lockere Runde Hearthstone im Wohnzimmer kann ebenso durchgeführt werden, wie eine intensive Runde League of Legends am Schreibtisch. Auch beim Stromverbrauch spart man eine ganze Menge, schließlich ist das Gerät für die Nutzung unterwegs ausgeleget. Grafisch und auch von der CPU können die Notebooks einigermaßen mit dem Tower konkurrieren, doch hier liegt bereits der größte Nachteil.

Ihr könnt Laptops nachträglich nicht auf- oder umrüsten. Was ihr einmal gekauft habt, bleibt so auch dauerhaft in eurem Besitz, mit Ausnahme der Festplatte und an manchen Geräten des Arbeitsspeichers. Geht ein Teil kaputt, besonders im Bereich Grafik und CPU, müsst ihr das Notebook meist von Profis reparieren lassen, während man beim klassischen Computer auch selbst Hand anlegen kann. Es ist also wichtig, dass ihr beim Kauf eines Notebooks die richtigen Teile von Anfang an mit dabei habt.

Aber auch hier muss euch eins bewusst sein: Ihr zahlt für die Mobilität immer drauf, Notebooks werden immer um einiges teurer sein, als ein Tower mit gleicher Leistung. Man muss sich klar werden, wofür man sich das Notebook zulegen möchte. Braucht man zum Beispiel einen Laptop für die Arbeit, will dort aber nicht zwingend große Spiele spielen, dann sollte man auch ein Notebook für den Office-Bedarf kaufen und zuhause lieber auf den normalen Computer setzen. Es lohnt sich also wirklich nur dann, wenn ihr regelmäßig woanders zocken wollt, wenn ihr regelmäßig Lan-Partys oder Events besucht oder wenn ihr beruflich viel Unterwegs seid.

Grafikprozessor und CPU – Sparen kann man woanders!

Da man Notebooks nicht aufrüsten kann, sollte man besonders beim Grafikprozessor und bei der CPU nicht sparen. Schließlich schafft man sich so ein teures Gerät nicht an, um die kommenden Games im Jahr 2016 und 2017 nicht mehr flüssig spielen zu können. Man sollte deshalb zwingend auf eine eigene Grafikkarte und nicht auf eine Onboard-Grafik bei Prozessoren achten!

Von Nvidia sind die Modelle Geforce GTX 980M, GTX 970M, GTX 980 SLI (Notebook) und GTX 780M die erste Wahl. Die neue GTX 980 (Notebook), nicht zu verwechseln mit der GTX 980M, setzt aktuell neue Standards im Grafikbereich für Laptops, unterstützt Direct X12, kostet aber dementsprechend auch mehr. Wer das Geld übrig hat, sollte auf jeden Fall auf diese Grafikkarte setzen. AMD bietet zwar auch einige Modelle im Bereich Gaming Notebook an, wird aber besonders in den letzten Monaten von Nvidia etwas abgehängt.

Bei der CPU sollte man ähnlich wie beim klassischen Tower bei Intel auf I5 und I7 der neusten Generationen setzen. Hier kann man sagen, dass in der Performance im Vergleich zum Modell im klassischen Tower recht wenig gespart wird. Führend in diesem Bereich sind aktuell Intel Core i7-6700 und i7-6820HK. Wer nicht auf so teure Modelle setzen möchte, ist mit der vierten Generation der I5 und I7 CPUs und aufwärts immer noch auf der sicheren Seite. Achtet jedoch bei jeder CPU auf die Endung (K = Übertacktbar, S und L = Weniger Strom, weniger Leistung, M = Mobil, meist etwas schwächer als das originale Modell).

Arbeitsspeicher, Festplatte und Co – Das braucht man wirklich

In der heutigen Zeit genügen bei einem Gaming-Notebook eigentlich 4 Gigabyte Arbeitsspeicher. Eine Erhöhung auf 8 Gigabyte sorgt gerade mal für eine Geschwindigkeitserhöhung von etwa 12%. Trotzdem möchte man bei den Notebooks ja gerade für die Zukunft kaufen, da man nur selten nachträglich aufrüsten kann. Wenn ihr euch also jetzt ein Modell kauft, sollten schon die acht Gigabyte drin sein. Höher müsst ihr voraussichtlich in den kommenden 3-5 Jahren aber nicht gehen. Es gibt Modelle mit bis zu 64 GB Ram, aber das ist tatsächlich nicht notwendig.

Bei der Festplatte solltet ihr auf eine integrierte SSD setzen, um von dieser zum Beispiel die Spiele zu starten. Das sichert euch schnellere Ladezeiten und tut dem Spiel in Gänze gut. Die schwierige Entscheidung liegt dann in der Größe der Festplatte. Meistens bekommt ihr nur ein Modell in das Notebook eingebaut, könnt also nicht wie beim Tower auf zwei Festplatten setzen, die SSD für Spiele und die 1 Terabyte HDD für alles andere. 512 GB sollten für den normalen Gebrauch genügen, seid ihr jedoch ein Fan davon, viele unterschiedliche Spiele regelmäßig zu spielen (20+) und benötigt dann noch den Speicher für zum Beispiel Videos oder Filme, dann solltet ihr vielleicht sogar auf ein noch größeres Modell setzen.

Zu guter Letzt sprechen wir noch über die Anschlüsse des Notebooks. Auch hier geht man Kompromisse ein, da man weniger Platz zur Verfügung hat, als an einem Tower. Ihr solltet darauf achten, dass ihr mindestens 4 USB-Anschlüsse habt, für Tastatur, Maus und gegebenenfalls Mikrofon, externe Festplatte, Controller und ähnliche Dinge. So viele Anschlüsse wie möglich sollten dabei USB 3.0 unterstützen, für Tastatur und Maus ist dies aber nicht zwingend notwendig. An einem Wlan-Anschluss kommt man definitiv nicht vorbei, Bluetooth kann im Zusammenspiel mit Smartphone und Tablet ebenfalls nützlich sein. Heutzutage verwendet man kaum noch CD/DvDs zum Spielen, da die meisten Games aus dem Internet heruntergeladen werden. Für Filme und ähnliche Dinge könnte ein Laufwerk aber trotzdem von Vorteil sein.

Wie groß sollte das Display sein?

Die Größe des Displays allein ist nicht entscheidend, spielt aber durchaus eine Rolle. Unter 15,6 Zoll (39,6 Zentimeter) sollte die Bildschirmdiagonale auf keinen Fall liegen. Besser ist sogar noch ein 17-Zoll Bildschirm, damit man alles vernünftig überblicken kann. Ihr solltet aber darauf achten, dass ihr ein Full-HD-Display bekommt, mit 1920×1080 Pixeln. Zudem solltet ihr unbedingt auf die Reaktionszeit schauen. Ähnlich wie bei unserem Monitor-Test sollte diese bei 2ms liegen. Auch auf Kontrast und Farbe sollte beim Bildschirm geachtet werden.

Ihr könnt zudem zwischen matten Displays (non Glare) und glänzenden Bildschirmen (Glare) wählen. Das matte Display hat den Vorteil, dass sich die Umgebung nicht reflektiert, was besonders dann wichtig seien kann, wenn ihr unterwegs seid oder aber in einem besonders sonnigen Raum. Glänzende Bildschirme sorgen aber wiederum für ein besseres Grafik-Gefühl, einen höheren Kontrast und stellen Figuren und Umgebungen in den Spielen deutlich schärfer da.

Wie lange hält eigentlich der Akku?

Wenn man tatsächlich wert auf das Zocken beim Gaming Notebook legt, dann sollte man schnell von der Akku-Idee wegkommen. Die meisten Modelle halten dabei zwei oder drei Stunden, danach ist man wieder an die Steckdose gebunden. Sollte man das Notebook für Office-Einsätze verwenden, dann kann man durchaus mit sechs bis acht Stunden rechnen.

Bekannte Hersteller für Gaming Notebooks

Bei den Gaming Notebooks der ganz großen Kategorie gibt es drei bekannte Hersteller. Schenker XMG, MSI und Asus. Alle drei bieten Topmodelle an, die aber auch ordentlich ins Geld gehen können. Dort legt man gerne auch mal zwischen 2.000 und 5.000 Euro auf den Tisch. Etwas günstigere aber trotzdem hochwertige Modelle gibt es auch bei Alienware und Lenovo. Wie viel einem sein Notebook wert ist, muss jeder selbst entscheiden. Unserer Meinung nach sollte man aber immer mit mindestens 30-50% zusätzlichen Kosten rechnen, die man für das gleiche Modell beim Tower zahlt.

Résumé: Alles wichtige in Kurzform!

Gaming Notebooks haben sich zu einer echten Alternative zum klassischen Tower entwickelt. Man sollte dabei auf keinen Fall an der Grafik und der CPU sparen, da man diese Teile nachträglich nicht mehr austauschen kann. Bei der Festplatte kommt man an einer SSD nicht vorbei, die Größe hängt von den eigenen Vorlieben ab. Beim Bildschirm solltet ihr unbedingt auf ein HD-Display achten, nicht kleiner als 15 Zoll, nicht größer als 19, da es sonst sehr unhandlich beim Transport wird. Die Anschlüsse sind in der Zahl deutlich geringer, als beim Tower, achtet deshalb unbedingt auf genügend USB-Anschlüsse und natürlich auf Wlan und eventuell sogar Bluetooth.

Zu faul zum lesen? Hier ein praktisches Video: