Skip to main content

Beim Kauf eines Computers schauen die meisten Menschen für die Grafik vor allem auf die Grafikkarte, doch wenn der Gaming Monitor nicht den richtigen Anforderungen entspricht, leidet später auch das Gesamtbild darunter. Ruckelige Bilder oder Flimmern sind dabei absolute No-Gos, vor allem für Gamer. Damit ihr über alle wichtigen Dinge Bescheid wisst und euch im weiten Dschungel der verschiedenen Modelle nicht verliert, haben wir für euch die wichtigsten Begriffe gesammelt, die größten Unterschiede hervorgehoben und die besten Monitore rausgesucht. Konzentriert haben wir uns dabei natürlich besonders auf das Gaming und die dortigen Anforderungen.

Der große Zocker Monitor Vergleich – welcher ist der beste?

 

1234
Modell BenQ ZOWIE XL2411Acer Predator XB270HAbprz, G-SyncBenQ XL2720ZAsus VP247H
Bildschirmdiagonale24 Zoll27 Zoll27 Zoll24 Zoll
AnschlüsseHDMI, DVI-D, VGADisplayPortVGA, DVI-DL, HDMI inkl. HDCP, USB up, USB downVGA, DVI, HDMI
Bildwiederholung144hz144hz144hz60hz
Reaktionszeit4.5ms1ms1ms1ms
Stromverbrauch28W29W27W29.1W
Höhenverstellbar
Auflösung1920 x 1080 Pixel1920x1080 Pixel, 3D Ready1920 x 1080 Pixel1920 x 1080 Pixel
Details Preis prüfenDetails Preis prüfenDetails Preis prüfenDetails Preis prüfen

 

 

Worauf sollte ich bei einem Monitor achten?

Die wichtigsten Stichworte beim Kauf von Gaming Monitoren sind Reaktionszeit, Bildwiederholfrequenz, Auflösung und Kontrast. Natürlich spielt für den ein oder anderen auch das Aussehen des Monitors eine Rolle, jedoch lassen wir dies außen vor, da man über Geschmäcker bekanntlich nicht streiten kann.

Die Reaktionszeit

Bei der Reaktionszeit handelt es sich um die Zeit, die ein Pixel benötigt, um seine Farbe zu wechseln. Besonders bei schnellen Bewegungen in Computerspielen ist dies ein wichtiger Faktor, da das Bild ansonsten schwammig wirken kann. Im Extremfall kann es sogar zu Schlieren oder sogenannten Geisterbildern, bei denen Dinge noch an Orten sind, an denen sie nicht mehr seien sollten, kommen.

Ihr solltet deshalb immer auf die Reaktionszeit bei den Angaben des Herstellers schauen, obwohl diese meist nur für den Idealfall angegeben werden, der leider selten eintritt. Durchschnittswerte gibt es leider kaum, trotzdem sollten alle heutigen Modelle keine größeren Probleme in der Reaktionszeit haben. Bei Herstellerangaben zwischen 2 und 6 Millisekunden macht ihr definitiv nichts falsch. Mache Zocker Monitore haben sogar eine Reaktionszeit von 1MS, das ist perfekt.

Ein anderes Problem kann der Input-Lag sein. Dieser beschreibt die Zeit zwischen Ankunft des Bildes beim Monitor und der tatsächlichen Darstellung des Bildes. Diese Verzögerung tritt jedoch meist nur bei LCD-Fernsehren auf und nicht bei den klassischen Computer-Monitoren. Dies ist aber ein Grund, warum ein guter Fernseher nicht automatisch ein guter Monitor für’s Gaming ist.

Die Bildwiederholfrequenz (Hertz)

Die meisten Modelle arbeiten heute noch mit einer Frequenz von 60 Hertz, was aussagt, dass 60 Bilder innerhalb einer Sekunde dargestellt werden können. Schafft die Grafikkarte mehr als 60 Bilder pro Sekunde werden also einige auf diesen Monitoren gar nicht dargestellt, sollten weniger als 60 Bilder erreicht werden bleiben manche Bilder länger auf dem Monitor, wobei dies kaum bemerkt wird, da wir von einer Sekunde sprechen.

Während der alte Röhrenmonitor tatsächlich 60 Bilder pro Sekunde einzeln geladen und bei niedriger Bildwiederholfrequenzen damit für ein Flimmern gesorgt hat, wechseln die Pixel bei LCD/LED-Monitoren einfach ihre Farbe statt komplett neu zu laden, weswegen es bei diesen Modellen zu keinem Flimmern kommt.

120 oder 144 Hertz-Modelle sind jedoch immer weiter auf dem Vormarsch, was zum einem der 3D-Technik zu verdanken ist, zum anderen aber auch präzisieren Spielen. Die 3D-Technik baut darauf, dass zwei Bilder dargestellt werden, jeweils eins pro Auge. Darum benötigt man für ein gutes Spielerlebnis 120 Hertz. Doch auch ohne den 3D-Effekt wirkt das Bild durch eine höhere Wiederholfrequenz flüssiger, weshalb mehr Hertz beim Kauf nicht Schaden, häufig jedoch stark auf den Geldbeutel drücken können.

Auflösung: HD, Full HD, QHD oder doch 4k?

Die Auflösung des Gaming Monitors ist wichtig!

Die Auflösung des Gaming Monitors ist wichtig!

Das klassische Format bei Monitoren ist 16:9. Der Gaming Monitor ist also in der Breite 16 Zentimeter lang und in der Höhe ist er 9 Zentimeter groß. Dies gibt natürlich nur das Verhältnis an, reale Bildschirme sind meist um die 55cm breit und 30 cm hoch. Dieses Format ist besonders durch Filme populär geworden und hat das alte 4:3 Format fast vollständig ersetzt. Seit einigen Jahren kommen mehr Modelle mit einem 16:10 Verhältnis auf den Markt, da man so, wenn man auf größere Modelle setzt, mehr erkennen kann, ohne den Kopf bewegen zu müssen. Optimiert wird alles weiterhin für 16:9 Modelle, meist mit einer Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln (HD 1080p).

Die Auflösung gibt die Anzahl der Pixel an, die dargestellt werden. Je mehr Pixel man hat, desto präziser können Dinge dargestellt werden. Vereinzelt gibt es noch Modelle mit einer Auflösung von 1366 mal 768 Pixeln, was als erstes HD-Ready-Format gilt (720p). Beim kauf solltet ihr auf jeden Fall auf 1080p setzen, welches bei einem 16:10 Format 1920 mal 1.200 Pixeln entspricht. Das sogenannte Ultra-HD bietet sogar eine Auflösung von bis zu 2.840 mal 2.160 Pixeln und sorgt damit zwar für ein noch schärferes Bild, bringt auch aber einige Umstände mit sich. Zum einen benötigt man eine deutlich Leistungsstärkere Grafikkarte, zum anderen unterstützen nicht alle Spiele so starke Auflösungen. Selbst beim Betriebssystem muss man Änderungen vornehmen, um die Symbole auf dem Desktop wieder in gewohnter Größe wahrzunehmen.

Bei der Bildschirmdiagonale (meist angegeben in Zoll) könnt ihr euch frei nach euren Wünschen entscheiden. Als ideale Größe hat sich ein Monitor zwischen 23 und 27 Zoll eingebürgert. Darüber wird es meist zum einen eng auf dem Schreibtisch und zum anderen unangenehm für die Augen, da man an einem Computer doch deutlich nähert sitzt, als an einem Fernseher, wo gerne auch mal bis zu 60 oder mehr Zoll in der Bildschirmdiagonale gewählt werden.
» Zurück zum Vergleich!

Der Kontrast

Der Kontrastwert gibt die Ausprägung des Unterschieds zwischen einer weißen und einer schwarzen Fläche an. Ein hoher Kontrastwert ist besonders wichtig, wenn man in einer helleren Umgebung einen Monitor verwenden möchte. Der Kontrast sagt dabei aber nicht präzise etwas über die Farbdarstellung und die Bildqualität aus. Ein kontrastreicher Bildschirm kann am Ende ein schwächeres Bild haben, als ein Modell mit durchschnittlichem Kontrastwert. Der standardisierte Wert beim Kontrast liegt bei 1000:1, was im Normalfall für jeden Monitor genügen sollte, es sei denn man spielt durchgängig an sonnigen Orten, dort empfiehlt sich ein höherer Wert.

Was für Monitor-Typen gibt es?

Wenn man von Monitor-Typen spricht, ist häufig von TFT, LCD oder LED die Rede, doch der interessante Teil steckt in den sogenannten Panels. TFT steht in diesem Zusammenhang nur für Flachbildschirm und LCD und LED bezeichnen die verwendete Beleuchtung. Die Panel-Arten bezeichnen die Technik bezüglich der Kristalle, die am Ende für das Bild sorgen.

 

TN Panel

TN-Panel werden besonders wegen der preiswerten Herstellung und der Geschwindigkeit verwendet. Probleme gibt es dafür in den Grautönen des Monitors und im Blickwinkel. Schaut man seitlich auf diese Monitore verliert das Bild schnell an Kontrast und Farbe.

MVA-Panel

MVA-Panel bieten einen besonders guten Blickwinkel und einen sehr hohen Kontrastwert. Für das Gaming sind sie jedoch ungeeignet, da sie verhältnismäßig langsam sind. Monitore mit MVA-Panel haben deshalb sehr hohe Reaktionszeiten.

IPS Panel

IPS-Panel sind teurer und etwas langsamer als TN-Panel, sorgen jedoch für ein besseres und farbenfrohes Bild. Sie sind sozusagen der Mittelweg zwischen MVA und TN und werden deshalb auch im Gaming-Bereich immer beliebter. Noch sind dort die TN-Panels aber in der Mehrheit.

Anschlüsse bei Monitoren

Auch bei den Anschlüssen der Monitore hat sich in den letzten Jahren einiges Verändert. Während früher hauptsächlich der VGA-Anschluss genutzt wurde, gibt es heute vier unterschiedliche Anschlüsse für jeweils unterschiedliche Anwendungsbereiche. Wir erklären euch, worauf ihr genau achten müsst.

VGA

VGA ist der bekannteste, verbreitetste und der inzwischen aussterbende Anschluss bei Monitoren. Meist wird er mit einem blauen Stecker verbunden und überträgt die Bilder analog von der Grafikkarte zum Bildschirm. Diese Technik schafft zwar noch 1.920 mal 1.080 Pixel, jedoch nur eine Bildschirmfrequenz von 75 Hertz.

DVI

DVI ist der Nachfolger von VGA und kann sowohl analoge, als auch digitale Bilder übertragen. Hiermit lässt sich zwar eine größere Auflösung darstellen, häufig schafft der Anschluss aber nur 60 Hertz in der Frequenz. Auch dieser Anschluss wird immer mehr von HDMI verdrängt.

HDMI

HDMI-Anschlüsse sind neben der Bildübertragung auch in der Lage den Ton zu übertragen, weshalb man sie auch bei der Verbindung mit einem DVD oder BluRay-Player verwenden kann. Sie schaffen Auflösungen bis zum UHD (3.840×2.160 Pixel) und können Wiederholfrequenzen von bis zu 120 Hertz (benötigt für 3D, nur mit 1080p) erzeugen.

DisplayPort

DisplayPort könnte der Anschluss für die Zukunft werden, da die neuste Version (1.3) bereits dazu in der Lage ist, eine UHD-Auflösung in 120 Hertz darzustellen. Der aktuell im Handel erhältliche DisplayPort 1.2. schafft jedoch ähnlich wie HDMI nur 60 Hertz bei größeren Auflösungen.

Marken für spezielle Gaming-Monitore

Gaming-Monitore sollen speziell auf die Spieler zugeschnitten sein und damit unsere oberen Kriterien genau erfüllen. Bekannte Marken für Gaming-Monitore sind BenQ, Asus, Acer, Samsung und Alienware. Inzwischen hat aber auch Dell in diesen Bereichen etwas aufgeholt und bietet einige gelungene Modelle an. Das besondere bei BenQ-Monitoren ist die Möglichkeit das Blaulicht zu reduzieren. Blaulicht strahlt permanent von den Monitoren und sorgt für ein Müdigkeitsgefühl in unseren Augen. Der Low Blue Light Modus soll dies verringern und so eine zeit intensivere Nutzung ermöglichen. Eine weitere Möglichkeit, um die Augen zu schonen, ist der Einsatz einer Gaming Brille.

Résumé: Alles wichtige in Kurzform!

Die Auflösung des Monitors sollte besonders im Gaming nicht unter 1.920 mal 1.080 Pixeln liegen, wobei die Bildschirmdiagonale von euren Bedürfnissen abhängt. Ihr solltet auf eine Reaktionszeit von 1ms bis 4ms achten, eine Bildschirmfrequenz von 60 bis 144 Hertz (je nach Wunsch und Geldbeutel) wählen und der Kontrast sollte mindestens bei 1.000:1 liegen. Beim Display-Typ liegt das TN-Panel in Sachen Geschwindigkeit vorn, während des IPS-Panel im Detail besser aussieht. Als Anschluss empfiehlt sich grundsätzlich HDMI, wer jedoch bereits mit einem UHD-Monitor arbeiten möchte, macht mit DisplayPort nichts verkehrt.
» Zurück zum Vergleich!

Zu faul zum lesen? :/ Hier ein praktisches Video…